Zentrum für Lymphologie

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LKH Wolfsberg » Medizinische Abteilungen » Zentrum für Lymphologie » Patienteninformationen » Was ist ein Lymphödem?

Die Lymphtransportschädigung ist angeboren oder erworben. Hauptgrund ist Brustkrebs bei Frauen. Durch operative Entfernung von Lymphknoten oder Bestrahlung wird der Lymphtransport unterbrochen und löst ein Lymphödem aus. Am Beginn steht die Abklärung der Ursachen. In der Akutphase gilt es begleitende Krankheiten zu behandeln. Die Rehab ist langwierig und braucht eine tägliche Behandlung mit Lymphdrainagen, Kompressionsbandagen, Gymnastik und eine Hautbehandlung. Es gilt das Ödem zu reduzieren und zu stabilisieren. Ziel ist es im Alltag mit dem Lymphödem und der Eigenbehandlung leben zu lernen also auch Hilfe zur täglichen Selbsthilfe.

Ausprägung des Lymphödems

Stadium I, spontan reversibel. Vorrübergehende, nach Belastung oder abends auftretende weiche Schwellung, ohne wesentliche Krankheitssymptome, Rückbildung über Nacht. 
 
Stadium II, spontan irreversibel. Teils induriertes Ödem. Trotz Ruhephasen keine Rückbildung. Komplikation durch Pilzinfektionen, Rotlauf oder Ödemverstärkung. 
 
Stadium III, lymphostatische Elephantiasis. Verhärtung der Haut, große Schwellung mit Verhornung der Haut oder warzenähnliche Hauterscheinung. Komplikationen durch Pilzinfektionen und Rotlauf gehäuft. Lymphzysten- und Fistelbildung. Zunehmende Behinderung.